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Dr. med. Barbara Steyrer-Fauth
Ganzheitliches Medical Coaching und Ayurvedamedizin

Bedeutung der Arzneien im Ayurveda

 

Im Ayurveda hat jede Substanz, die ein Mensch zu sich nehmen kann, eine bestimmte Wirkung. „Du bist was du isst“ wird hier wörtlich genommen. Während Menschen, die sich typgerecht und gesund ernähren, Aussicht auf ein langes gesundes Leben haben, gilt schlechte Ernährung als Wegbereiter für Krankheiten. Das Einhalten einer speziellen Diät wird deshalb in der Regel in der Ayurvedischen Heilkunst als wesentlich für den Genesungsprozess angesehen. Ist eine Erkrankung bereits fortgeschritten und reichen eine Umstellung der Ernährung und der Lebensweise zur Gesundung nicht aus, kennt auch der Ayurveda über die Nahrungsmittel hinaus eine Reihe von Substanzen, die zu Heilzwecken eingesetzt werden können.

Die Lehre von den medizinisch wirksamen Substanzen heißt im Ayurveda Dravyaguna (Dravya= Substanz, Guna= Eigenschaft). Die Ausgangsstoffe für Ayurvedische Arzneien sind zumeist pflanzlichen oder (seltener) mineralischen Ursprungs. Dr. Steyrer-Fauth verwendet ausschließlich pflanzliche Arzneien. Insgesamt werden etwa 1600 Kräuter in unterschiedlichen Kombinationen und Dosierungen in der modernen ayurvedischen Heilkunst als Arzneien eingesetzt. Für die PatientInnen haben diese den Vorteil, dass sie - anders als viele schulmedizinischen Präparate - aus natürlichen Rohstoffen gewonnen werden, nur geringe bis keinerlei Nebenwirkungen haben, und gänzlich ohne Tierversuche hergestellt werden.

Eine besonders kraftvolle Arznei (hier nur ein Bespiel, denn es gibt einige davon), die sich inzwischen sogar einen Ruf in der Krebstherapie erworben hat, ist Haridra. Dazu gibt es fundierte Studien z.B.: http://clincancerres.aacrjournals.org/content/7/7/1894.short Haridra (Curcuma longa) - bekannter unter dem Namen Kurkuma - wird als Gewürz eingesetzt und in deutlich höherer Dosierung als Arznei. Es wirkt entzündungshemmend, antiseptisch, analgetisch und immunstärkend. Sowohl als Arznei zum Einnehmen als auch lokal als Sud auf einer Wunde aufgetragen und zum Gurgeln bei Verkühlungen entfaltet Kurkuma seine Heilkraft. Pippali (Piper longum), langer Pfeffer, wird im Ayurveda als Arznei für sämtliche Erkrankungen eingesetzt, die mit einem zu geringen Agni (Verdauungsfeuer) einhergehen und zu Störungen im Organismus führen. Er wird daher zum Beispiel bei Allergien, Autoimmunerkrankungen, Asthma und chronischer Bronchitis eingesetzt. Außerdem ist Pippali ein gutes Lebertonikum. Eines der wichtigsten „Frauenkräuter“ im Ayurveda ist Satavari (Asparagus racemosus). Es hat eine psychisch ausgleichende, kräftigende Wirkung, im Besonderen auf die weiblichen Fortpflanzungsorgane und die Milchdrüsen, weshalb es bei Frauen mit Kinderwunsch eingesetzt wird, sowie in der Schwangerschaft und nach der Geburt, um die Milchbildung zu unterstützen.